Bis zu 80 Mal pro Nacht ändert der Schlafende seine Position, um immer unterschiedliche Teile des Körpers zu entlasten und damit sich Bandscheiben und Wirbelsäule erholen. Die gewählte Matratze sollte daher nicht zu weich sein, da durch zu starkes Einsinken die natürlichen Lageveränderungen eingeschränkt werden. Gleichzeitig sollte sie jedoch auch nicht zu hart sein, da dies zu häufigeren und unruhigeren Bewegungen führt.

Worauf Sie achten sollten

  • Durchlüftung der Matratze: Bedenkt man, dass der menschliche Körper bis zu 0,4 Liter Wasserdampf pro Nacht abgibt, wird der hohe Stellenwert dieser Eigenschaft bewusst. Nur durch die einzigartige Durchlüftung der Matratze, sowie die Unterstützung des Feuchtigkeitsabtransports durch die verwendeten Materialien in den Bezügen, kann für ein optimales Mikroklima und angenehmen Komfort beim Schlafen gesorgt werden.
     
  • Entlastung der Wirbelsäule: Außerdem ist darauf zu achten, dass eine Geradestellung der Wirbelsäule durch das leichte Einsinken von Schulter- und Beckenbereich in der Seitenlage gewährleistet ist und in Rückenlage die Unterstützung im Lendenwirbelbereich sichergestellt wird.

Welche Matratze kaufen: Federkern, Kaltschaum oder doch lieber eine Naturmatratze? Welchen Härtegrad soll ich wählen? Oft ist es schwierig sich im Angebotsdschungel zurechtzufinden. Die Wahl der richtigen Matratze hängt oft vom persönlichen Vorlieben ab, jedoch einige Vorzüge haben alle Matratzenarten:

Federkern, Kaltschaum und Latex im Vergleich:

Federkernmatratzen sind luftdurchlässig und bestens geeignet für Personen, welche in der Nacht stark schwitzen. Bei Tonnentaschenfederkernmatratzen sind die Federn in einzeln in Taschen eingeschweißt, diese bieten eine höhere Punktelastizität als einfache Federkerne, da immer nur jene Feder nachgibt, auf die Druck ausgeübt wird.

Vorteile

  • In der Regel recht preisgünstig
  • gute Luftzirkulation
  • Hohe Stützkraft
  • Optimales Schlafklima
  • Bei hohem Körpergewicht empfehlenswert

Nachteile

  • Geräuschbildung möglich
  • Hohes Gewicht
  • Nicht alle Federkernmatratzen sind mit verstellbaren Lattenrosten kompatibel

Arten von Federkernen

Beim Kauf einer Federkernmatratze ist es besonders wichtig, auf die Qualität zu achten und sich über das Innenleben genau zu informieren. Denn Federkernmatratze ist nicht gleich Federkernmatratze. Grundsätzlich kann zwischen drei verschiedenen Arten unterschieden werden:

  • Bonellfederkern: Eine Bonellfederkern-Matratze besteht aus taillierten Spiralfedern, die durch Drähte verbunden sind. Sie ist flächenelastisch, wodurch auf Druck die ganze Fläche nachgibt.
  • Taschenfederkern: Bei den Taschenfederkern-Matratzen sind die Stahlfedern in einzelne Taschen eingeschweißt oder genäht. Sie sind deshalb punktelastisch und geben nur dort nach, wo Druck ausgeübt wird.
  • Tonnentaschenfederkern: Bei Tonnentaschenfedern haben die Federn, die ebenfalls in Taschen eingenäht sind, eine Tonnenform und verfügen daher über eine noch bessere Anpassung an den Körper. (Tonnen-)Taschenfederkernmatratzen bieten dank der einzeln eingenähten Federn eine sehr hohe Punktelastizität sowie eine hervorragende Körperkonturanpassung. Zudem überzeugen sie durch eine gute Luftzirkulation und sind daher besonders für Menschen geeignet, die in der Nacht stark schwitzen.

Kaltschaummatratzen besitzen wärmeisolierenden Eigenschaften und sind daher besonders gut für Menschen, die in der Nacht leicht frieren, geeignet. Zusätzlich erleichtert das niedrigere Gewicht die Handhabung der Matratze. 

ADA MatratzeVorteile

  • Hohe Stützkraft
  • Geringes Eigengewicht
  • Hohes Maß an Flexibilität
  • Komplett geräuschfrei
  • Hervorragende Punktelastizität
  • Gute Wärmeisolation

Nachteile

  • Geruchsbildung nach dem Auspacken aufgrund chemischer Prozesse
  • Für schnell schwitzende Personen ungeeignet

Latexmatratzen passen sich dem Körper des Liegenden sehr gut an und versprechen angenehme Nächte. Allerdings wiegen diese Matratzen einiges und bereiten deshalb, zum Beispiel beim Wenden der Schlafunterlage, Probleme. Zudem gehören sie eher ins höherpreisige Sortiment.

Vorteile

  • Sehr hygienisch
  • Gute Anpassungsfähigkeit
  • Geräuschfrei
  • Geringe Anfälligkeit für Milbenbefall

Nachteile

  • Recht schwer